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C. C. Tacitus von Deutschlands Lage, Sitten und Völkern : Mit erklärenden Anmerkungen, einigen Ausführungen udn Abhandlungen, und einem geographisch-historischen Wörterbuche / von Johann Heinrich Martin Ernesti, öffentlichem ordentlichem Professor an dem Herzoglichen akademischen Gymnasio Casimiriano zu Coburg
Entstehung
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bey o), bis sie sich in M% P^nlische M^-r mit sechsArmen p) stürzet: der siebente Ausfiuß versiegt in.Sümpfen^

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Zweytes

0) Viele Völker: nicht nur deutsche; Ludern <iuch ein«dcre, die Rater, Vindclicicr, Norikcr, ^anrorkr,Ober-und Nicdcr-Mosier, Sarmater, Dacier undGct^'n; denn sie nimmt ihren Lauf durch Schwelen,,Bayern, Oesterreich, Ungarn, Europaische Türkey,und fallt, nachdem sie einen Weg über vier HundertMeilen zurückgelegt Hat, mit Ungcstümm in dasschwarze ^Pontische) Meer,

x) Andere, als Strabo, HVff.) Ovidius, 23..11. seinerElcg. V, l8y. P, Mcla M WZ geben der Donau .sieben Arme; aber Taciius nennt den siebenten nicht,weil er sich < s (5, 5tes Kap, zu Anfang) in Sünipfenverlor: auch Plinius (Rat. Hist. IV. 12.) giebt derDonau, wie die meisten Alten, nur sechs Ausflüsse.Merkwürdig ist, daß unter den Alten { als Diony-sius Pcricgctcs, und Claudialuis, die dem Jster d. i,der Donau fünf Arme zuschreiben, schon Herodot, ein so alter Schriftsteller, in seiner Geschichte (IV.45) diesem Strom nur fünf Mündungen giebt, daKlcemann noch itzt in seiner Reise nach der Krimm,der sich in der Gegend sehr genau darnach erkundig-te auch nur fünf Ausflüsse in das schwarze Meerhchguptet.