Druckschrift 
C. C. Tacitus von Deutschlands Lage, Sitten und Völkern : Mit erklärenden Anmerkungen, einigen Ausführungen udn Abhandlungen, und einem geographisch-historischen Wörterbuche / von Johann Heinrich Martin Ernesti, öffentlichem ordentlichem Professor an dem Herzoglichen akademischen Gymnasio Casimiriano zu Coburg
Entstehung
Seite
9
Einzelbild herunterladen
 
  

=xS&63<= 4 y

wird g). Wer soffst auch, die Gefahr auf dem grausenund unbekannten Meere nicht gerechnet, Asien , Africa oderItalien verlassen, und nach Germanien ziehen, wy dasErdreich ungestalt, das Clima rauh, Anbau und Aus-ficht traurig sind h) ? Es müßte denn sein Vaterland

' A § seyn»

g) Selten schifft man noch itzt aus dem RömischenReiche dahin» und in so finstern uralten Feiten hatteman es wagen können? Drusus Germanicus war der erste von den Römern, der (unterm KaiserAugust) Kühnheit und Muth genug hatte, die Nord-fee zu befahren; und als sein Sohn GcrmanicuSnach ihm bey einem entsetzlichen Sturm mit feinerFlotte so unglücklich war , da scheuten die Römerdieses fürchterliche Meer. Sie konnten auch zwWasser von Italien aus nicht anders, als durch daSmittelländische und atlantische Meer welche weite»md gefahrvolle Reise J Im in die Nordsee reisen.

h) Dergl. Tacitus Kap. 5. d. B. z» Anfang. Dessen.Hift. IV. 75. Plmtus Rat. Hist. XVI. 2. Senecavon der Vorsehung Kap. 4. Ein Land mit ungeheu-ren Waldern und Sümpfen bedeckt, ein rauhes, odeSLand, wo ewiger Winter herrscht, der Hmime!trauert: trmnige Schilderung von unserem liebenVatcrlande! Aber zum Glück ist sie (konnte sie derRömer, an sein herrliches Italien gewöhnt, andersgeben?) nicht ganz treu coxirt; denn nicht ganzDeutschland, wie selbst unser Geschichtschreiber im5ten Kapitel bezeugt, war durchaus so beschaffen.Die Rheingegenden halten z. E. ein milderes £\hm }

uO