Druckschrift 
C. C. Tacitus von Deutschlands Lage, Sitten und Völkern : Mit erklärenden Anmerkungen, einigen Ausführungen udn Abhandlungen, und einem geographisch-historischen Wörterbuche / von Johann Heinrich Martin Ernesti, öffentlichem ordentlichem Professor an dem Herzoglichen akademischen Gymnasio Casimiriano zu Coburg
Entstehung
Seite
11
Einzelbild herunterladen
 

$-«=== = >«Sfö6>c==-$ U

Geschichte und Chroniken bey ihnen I), preisen sieeinen Gott Tuisk m), aus der Erde entsproß

sen

?y), daß dieser Kaiser die noch übrigen Volksliederder Deutschn, gesammelt habe, worin die Thaten derKönige und ihre Kriege besungen wurden; aber siewaren nicht aus Deutschlands Urzeiten, mehr Nach«hall jener rohen Gesänge, Lieder schon vermischterund veränderter Deutschen : und auch davon (decKaiser ließ sie nach seinem Tode zum Besten der Ar-mcn verkaufen,) ist nichts auf uns gekommen.

I) An schriftliche Denkmaler, Tage-und Geschichtbüchecwar also noch nicht zu denken. Aber daraus folgtnoch nicht, daß die Deutschen keine Buchstabenschrift,oder den Gebrauch der Schrift gar nicht gekannthatten, S. mehr in. dem folgenden lytcn Kapitel zuAnfang,

w) Tliisk oder Tuift, denn Tuisk und Tuist konnten inder Aussprache, wie st und sc in Manuscriptcn leichtverwechselt werden, und der folgende Name seinesSohns Mann sind Narionalnamen. Aber wie, wen»Tuisk und Mann nicht diese eigenthümliche Namenwaren; wie, wenn Tacitus und andere, die derglei-chcn Volkslieder absingen hörten, die oft vorkommenden Wörter Tuiske Man», d. i. deutscher Mann,unrecht verstandet, ? ~. So sehr mit Umstanden konn-te Tacitus , ein so sorgfaltiger und mjt den Deut-schen bekannter Geschichtforscher, nicht irren, wohlaber die Begriffe eines Römers hier und da, ohnees zu roo!lcn, mit einmischen: was «r weiter erzahlt«

$