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C. C. Tacitus von Deutschlands Lage, Sitten und Völkern : Mit erklärenden Anmerkungen, einigen Ausführungen udn Abhandlungen, und einem geographisch-historischen Wörterbuche / von Johann Heinrich Martin Ernesti, öffentlichem ordentlichem Professor an dem Herzoglichen akademischen Gymnasio Casimiriano zu Coburg
Entstehung
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ner, **) genannt worden. So sey der Name einesVolks nach und nach herrschend und Nationalname ge-

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34. mit der Anmerkung des Hrn. D. Morus in f.Ausg. S. 227.) erst nach Cäsars Austilgung (deSNamens und Volks) der Eburouer gebraucht oderbekannt wurde: daher Ptolcmaus (Geograph. II.9.) die Hauptstadt der Eburoncr Atuatuca, Atuacu-ton oder Atuatucon der Tungrcr nennt, und nochspater diese Stadt selbst Tungri heißt. Warum nenntCäsar, der so viel mit den deutschen Gallern zu thunhatte, unter diesen (;. E. im Galt. Kr. II. 4.) dieberühmten Tungrer nicht? Warum Plinius (N. H.IV. 17.) nicht die Eburoncr, und nur die Tungrer?Woher die übereinstimmenden Nachrichten von denEburonern und den Tungrern, wenn Beyde nicht EinVolk waren? Nur daß der Name Tungrer späterüblich wurde: wie noch itzt im Bisthum Lüttich eineStadt am Flusse Jeckcr Tongeren CTongres) sehrwahrscheinlich das alte Tungri, und im Oesterrevchischen Brabant die Abtey Tongerloo von diesemmerkwürdigen Volke ihre Bcncnming haben.

**) Hcrmanen, von Her und Mann (S. Wörterb.)also kriegerische Manner, furchtbare Leute; darausder Römer leicht sein Germani bildete: eine Bencn<nung, die bey den Römern in dieser Endung Brü-der bedeutete, und so ihre Idee, die sie bisher im-mer wegen der ahnlichen Leibesbeschaffenheit, Ge--müthsart und Sitten (S- Strabo VII. zu Anfang)von den Deutschen und Gallern hatten, zugleich

schick,