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C. C. Tacitus von Deutschlands Lage, Sitten und Völkern : Mit erklärenden Anmerkungen, einigen Ausführungen udn Abhandlungen, und einem geographisch-historischen Wörterbuche / von Johann Heinrich Martin Ernesti, öffentlichem ordentlichem Professor an dem Herzoglichen akademischen Gymnasio Casimiriano zu Coburg
Entstehung
Seite
20
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Drittes Kapitel.

Von dem Hercules/ ihren Kriegsliedertt,und von dem Ulysses.

an erzahlt, daß auch HerculeS bey ihnen 2) ge-weftn sey; und sie besingen ihn, wenn sie in

Schlach-

me von den Gallischen Deutschen über dcu Rheinallmahlig weiter aus; alle, die, durch das Glück ih-rer Landsleute gereizt, über den Rhein zogen, auchdie jenseit des Rheins mit den Römern Krieg führ-ten, alle imnnten sich Hermanen. Daher die Her--mioncn (S. Not. s. in diesem Kapitel); ein Volk,das so ausgebreitet, als machtig und furchtbar (schondie Swcven nennt Cäsar das größte und kricgeci-»scheste Volk d£r Deutschen), die übrigen Völker bey -nahe auswog. Alle in der That kriegerische Leute!Auch athmete alles bey ihnen Krieg, ihre Handlunggen, Sitten und Gewohnheiten: kriegerisch war ihreReligion; auf Krieg ihre bürgerliche Verfassunggegründet. Aber ein allgemeiner Nationaluamc wursde Germaner nie, wie man aus dieser Stelle desTacitus schliessen wollte: denn wie ließ sich die Ue-bercinstimmung einer grossen Menge deutscher, nichtvereinigter Völker, denken, die oft sich selbst be-kriegten; und würde alsdcnn auch der Raine so ganz-lich verloschen seyn?a) Bey den Deutschen.