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C. C. Tacitus von Deutschlands Lage, Sitten und Völkern : Mit erklärenden Anmerkungen, einigen Ausführungen udn Abhandlungen, und einem geographisch-historischen Wörterbuche / von Johann Heinrich Martin Ernesti, öffentlichem ordentlichem Professor an dem Herzoglichen akademischen Gymnasio Casimiriano zu Coburg
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oder zagen, so wie das Schlachtlied ertönte, das nichtso wohl Gcsailg/ als vereinter Aufruf zur Tapferkeit zuseyn scheint 5). Sie geben sich besonders Mühe umrauhe Töne, und um gebrochenes Rauschen g), in-dem sie die ©dulde vor dem Mund halten li), daßdie Stimme durchs Ztirückprallen starker und sie*fer erschalle. Uebrigcns meynen Einige i), Uli-

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Röiner mit einem gräßlichen Gesang/' Histor. IV.18. /,Als day Heer von dem Gesang der Man-ner und dem Geheul der Weiber ertönte, wurde vonden Legionen, und Cohorten, gar nicht mit einemgleichen Geschrey geantwortet."

i) Wie der Gesang beschaffen war ; so urtheilte manvon dem Zustand des Treffens; von dem glückli«chen oder unglücklichen Ausgang; und von deinMuthe der Streitenden.

f) Keine Kriegslieder, wie icne zum Preise ihre Heldcn,und zur Ermunterung ähnlicher Thaten; ein wildeS,eivMthiges Geschrey zur Entflammung der Krieger,zum Schrecken der feinde, und etwa auch zum Rück-zug im nöthigen Falle, (um desto hitziger anzugrci-fen), war hier die Hauptsache.

x) Ammianus Marcettinus vergleicht (XVs. 12.) -dasGeschrey, wenn es sich erhebt, oder das Rauschmdesselben, mit den Wellen, die sich an den Felsenbrechen.

d) Berstehe: und hincinschreycn.i) Verst. Griechen und Römer; also keine Sage, oderMeynung der Deutschen.