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C. C. Tacitus von Deutschlands Lage, Sitten und Völkern : Mit erklärenden Anmerkungen, einigen Ausführungen udn Abhandlungen, und einem geographisch-historischen Wörterbuche / von Johann Heinrich Martin Ernesti, öffentlichem ordentlichem Professor an dem Herzoglichen akademischen Gymnasio Casimiriano zu Coburg
Entstehung
Seite
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Und Arbeit n); am wenigsten ertragen sie Durst o)

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sie auch prüft und beurtheilt. Florus schreibt schon(II. 4.) den Gallern eine ungewöhnliche Grosse zu;übermenschliche, sagt er, wie er gut poetisch allesübertreibt: winzig waren die Römer gegen sie; dieGaller spotteten nur der kleinen Römer, nach CäsarsEigenem Gestandnisse. Und doch waren die Deut-scheu noch grösser, als die Galler (Cäsar Gall. Krieg.I. 39.). Die gewöhnliche Lange war, wenn man meh«rere Stellen Zusammenhalt, ohngefehr sieben Schuhe.So nennt Sidonius Apollinarts die Burgunder diesiebenschuhig?n (VIII Epist. 9.); und Eginhart er«zahlt in der Lebensbeschreibung Karls des Grosse,?(Kap. 22.) von diesem Kaiser, daß er sieben Fußlang gewesen wäre; er setzt hinzu : eine, nicht unge-wohnliche Lange.

ai) So sagt Germanicus von den Deutschen in detRede an seine Soldaten (Tacit. Annal. (II. 14): siewaren schrecklich anzusehen, und ihr erster Angriffsey heftig. Und Scneca vom Zorn (I. 11.):Was ist muthigcr, als die Deutschen, waszum Anfall hitziger? « Nach dem ersten Angriff, beydem sie die Kräfte überspannten, alle auf einmal an-strengten, liessen sie wieder nach, um neue Kräfte zusammeln: denn weichen, wenn man nur wieder zu-setzte, (S. 6tes Kap. d. B.) hieß bey ihnen mehrKlugheit, als Zaghaftigkeit.

a) Nicht so tüchtig, nicht so geduldig zu Arbeiten, diesaure Mühe und Schweiß kosteten. Man verstehedieses nicht von Strapatzen im Kriege, dazu sie vonC - Jugend