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C. C. Tacitus von Deutschlands Lage, Sitten und Völkern : Mit erklärenden Anmerkungen, einigen Ausführungen udn Abhandlungen, und einem geographisch-historischen Wörterbuche / von Johann Heinrich Martin Ernesti, öffentlichem ordentlichem Professor an dem Herzoglichen akademischen Gymnasio Casimiriano zu Coburg
Entstehung
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36
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pfec): feuchter gegen Gallien cZ), trockner gegen

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Tagreiftn breit, und sechzig lang war; und die Höheund den Umfang der Baumc, besonders der Eichen:Plinius sagt (N. H. XVI. 2.) daß die Eichen daSganze Land beschatteten; er meynt vornehmlich daSnördliche Deutschland. Sibirien giebt ein treffendesBild von unserem Vaterland, wie es damals, undvor zwey tausend Jahren war, oder Canada vorzwey hundert Jahren auch noch in seiner jetzigenGestalt, ohngeachtet es mit den schönsten LändernFrankreichs unter gleichem Grade der Breite liegt.Aber seitdem die ungeheuren Walder gelichtet, Süm-xfe ausgetrockitct, und das Land urbar gemachtwurden, wie ganz anders ist es itzt! TacituS wür-de Dentfchland nicht kennen.

e) Vergl. Kap. 2. d. B. Noten, TacituS Hist. IV. 7?.Dessen Annal. t 63. Pomp. Mela nennt Deutsch-land (III. Z.) wegen der vielen Sümpfe und Walderunwegsam, d. i., es sey nur mit Mühe und Um-schweifung zu bereisen; weiches auch Strabo (B.VII.zu Anfang) von dem Rbein bis zur Elbe behauptet:Wege und Stege hatte es ohnedem nicht, so wenigals die Flüsse bebrückt waren. Da Deutschland sovoll dichter Walder (fast Ein Wald) war, welche dieWolken an sich zogen, und so häufige Nebel undRegengüsse verursachten; da grosse Ströme, wild,wie das Erdreich, nicht ihr bestimmtes Bett hatten:war es Wunder, daß es so abscheuliche Sümpfe undMoraste bedeckten?

d) Der Leser verfolge nur den Lauf des Äheins und

seiner Arme (S. Wörterbuch), um sich die Feuchtig-

seit