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C. C. Tacitus von Deutschlands Lage, Sitten und Völkern : Mit erklärenden Anmerkungen, einigen Ausführungen udn Abhandlungen, und einem geographisch-historischen Wörterbuche / von Johann Heinrich Martin Ernesti, öffentlichem ordentlichem Professor an dem Herzoglichen akademischen Gymnasio Casimiriano zu Coburg
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Hause, Jtalus, Chariomer mußten ihre Gewalt;Marbod und Vaiuüuö ihre Castellc theuer bezahlen."

d) Man wählte sie aus den Edlen der Nation, d. i.,aus Nachkömmlingen, oder Familien, deren Vorsah,ren sich Verdienste erworben , und hervorgethan hat-ten. Der Adel war, wie sich Gebauer ausdrückt,die Pflanzschule der Könige und Fürsten.

c) Hder wie sie bald den Namen führten, Herzoge(Hecrzoge), weil sie (eine nunmehr veraltete Bedeu«tung dieses Worts), vor dem Heere herzogen.

*) Denn Tapferkeit war die größte Tugend bey dieserkriegerischen Nation, und der hervorstechendste Zugin ihrem Character. Meistenteils aber bekleideten;die Volkshaupter, oder Könige, auch die höchsteWürde eines Heerführers, wie z. E. die berühmtenHerzoge Teutoboch, König der Teutonen, (FloruSIII, z.), Ariovist (Cäsar Gall. Kr. I, zi. und Z5.),König der Germancr (eigentlich der Sweven), undandere mehr, Könige oder Fürsten gewisser Völker,genennt werden,

ö) Cäsar sagt (Gall. Kr. VI. 23.) von den Deutschen:Zur Zeit des Friedens haben sie keine gemeinschaft-liche Obrigkeit, sondern die Haupter der Völkerschaf-«n und Gauen sind ihre Richter, und schlichten dieGtreithandel; vergl. Kap. 11. und 12, d. B. DerKönig (oder Fürst) der Eburoner, Ambiorix, giebtdas beste Zeugniß von der Macht eines deutschen Kö-nigs, wenn er spricht, seine Nation hcht ihn zum

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