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C. C. Tacitus von Deutschlands Lage, Sitten und Völkern : Mit erklärenden Anmerkungen, einigen Ausführungen udn Abhandlungen, und einem geographisch-historischen Wörterbuche / von Johann Heinrich Martin Ernesti, öffentlichem ordentlichem Professor an dem Herzoglichen akademischen Gymnasio Casimiriano zu Coburg
Entstehung
Seite
58
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Niemand, als nur der Priesters), (peinlich) strafen g),und in Banden legen h) nicht einmal schlagen;, und

nicht

f) Nach dieser Stelle, und dem loten, ntcn und 4OstenKap. d. B. (vcrgl. Tacit. Annal. I. 56.) ist kein Zwei«sei, daß die Deutschen Priester Hatten; aber ob sieeinen eigenen abgeänderten Stand oder Orden aus-machten, wird uns nichr berichtet. Wabrjchcinlichnicht; nach dem zu urtheilen, was uns Tacitus vonihnci? erzählt, da es sich so wenig mit dem Charakterund den Sitten der Deutschen, als mit dem Gottes-dienst selbst, und mit der Freyheit vertragen konnte.Noch weniger gab es schon damals Druiden bey denDeutschen, d. i. keine Priester, wie die Gallischen,auch nicht dem Namen nach. Wir halten uns anden Cäsar, der (Galt. Kr. VI. 21,) ausdrücklich sagt,daß die Germaner keine Druiden gehabt halsen, undan den Tacitus, der sie doch genannt haben würde,und dessen Priester mit Cäsars Druiden in einigenStücken (S. Herrn I). Morus Anmcrk. in s. Ausga-bc des Cäsars G. Kr. Vi. c. 21, ®. 210. f.) sogar imWiderspruch stehen. Mögen also immer in Deutsch -land viele Spuren und Ueberbleibscl von den Drui-den, und zwar in Hainen, Waldern und auf Bergen,anzutreffen sci)n; so sind sie doch wohl aus spaternZeiten, aber auch nicht so neu, als sie Schurzfieischmacht, oder muthmaßt, der die Aufnahme der Drui»den in Deutschland in die Zeiten des Königs Chlodo^wig setzt. S. Wörterb.

Von der Lcbcnsstrafe, oder doch von dieser Haupt-sächlich, scheint nach dem Context, vergl. mit Kap.

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