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C. C. Tacitus von Deutschlands Lage, Sitten und Völkern : Mit erklärenden Anmerkungen, einigen Ausführungen udn Abhandlungen, und einem geographisch-historischen Wörterbuche / von Johann Heinrich Martin Ernesti, öffentlichem ordentlichem Professor an dem Herzoglichen akademischen Gymnasio Casimiriano zu Coburg
Entstehung
Seite
60
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heit **), die nach ihrer Meynung im Krieg zugegenist**'): wie sie denn gewisse sinnbildliche Gestalten k)aus den Hainen mit ins Treffen nahmen *). Ein be-sonderer Antrieb zur Tapferkeit ist, daß ihre Schwadro-

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**) Gleichsam im Namen der gegenwärtigen Gottheit;man stand in dem Wahn, die Gottheit habe es soverhangt-,

***) Siehe von der Gottheit Kap. 9. d. B. Not. a) undd); im Zysten Kapitel heißt es, daß sie über Allesherrsche, daß ihr Alles unterworfen sey.

ii)'Die Deutschen hatten (S eben das.) keine Götzenbildder, die man etwa hier verstehen könnte, auch keineFahnen oder Standarten; sondern Hecr^eichen, dieThiere vorstellten, Thicrbildnisse, die auch Symbol«der Götter waren, und deren Anblick ihren Muthentflammte. S. Tacit. Histoc. IV. 22., wo aus-drücklich erzahlt wird , daß die Deutschen Thierbilderaus Wäldern und Hainen gebohlt, gehabt hatten,mit welchen jedes Volk nach seiner Art in die Schlachtgicnge; und Kap. 45. d. B. wo von den Aestyern esheißt, daß sie die Bildnisse wilder Schweine alsSymbole bey sich geführet haben,

1) Nur das Fußvolk wurde keilförmig gestellt, die Reu-terey war willkürlicher.

*) In den geweihten Hainen waren solche, als Heilig-thümer, aufbewahrt; und gewiß hatten die Priesterdas in den Augen der Nation heilige Recht allein,fie zu bewahren, herc-orzuhohlen, und zu tragen;

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