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ten , und ihren Auösprüchen folgen k). Wir haben im«ter dem verstorbenen Vespasian ein Beyspiel an der Ve«
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wodurch sie so manche Gefahr, so manches Uebelabwendete, und den glücklichen Gang der Unterneh«münzen leitete! Und sollte nicht a»ch dieses mitge-wirkt haben, daß die deutschen Frauen der Religionso sehr ergeben waren, und wie Strabo (Vll.) ver«sichert, ihre Manner, wenn sie lassig wurden, zurgotteSdienstlichen Verehrung, zur Feyer der Feste,zum Gebet und zu andern religiösen Uebungen er-munterten?
5) So oft über Krieg und Frieden, sagt Plutarch , inseinem Buche von den Tugenden der Weiber, (S. 246.des Uten Tom der Wcchelifch. AuSg.) berathschlagtwurde, zog man bey den Celten (Germaner Vorzug,lich, in der Sprache der Griechen) die Weiber zuRathe: auch bey Streitigkeiten zwischen Bundesge-nosscn, brauchte man sie als Schiedsrichter. NurEin Beyspiel: Ariovist , der berühmte deutsche Heer-führer, ließ sich mit dem Cäsar (Gall. Kr. l. 50.)vor dem Neumond in kein Haupttrcffen ein, weil dieHausniüiter, oder die Weiber (der kriegführendenDeutschen) es ihm widerrathen hatten; vergl. Plu-«arch im Leben des CasarS, S. 717. Tom l. Weches.Ausg. „So stand die Sache (schreibt Fulda in s. Abh.von den Gottheiten der alten Deutschen im Erst. Th.d. Geschichtf.) noch nahe an, Untergang dieser Rcli-gion in unserm Schwabcnland. Noch im sechstenJahrhundert, sagt Agaihias von dem AlemannischenHeer, welches Theudebert den Gothen wider NarseS
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