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C. C. Tacitus von Deutschlands Lage, Sitten und Völkern : Mit erklärenden Anmerkungen, einigen Ausführungen udn Abhandlungen, und einem geographisch-historischen Wörterbuche / von Johann Heinrich Martin Ernesti, öffentlichem ordentlichem Professor an dem Herzoglichen akademischen Gymnasio Casimiriano zu Coburg
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Neuntes Kapitel.

Von der Verehrung der Götter.

htev den Göttern verehren sie besonders den Mercur^);

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») Hier wiederum, und in der ganzen ersten Hälfte diesesKapitels, Bericht und Deutung nach der Vorstellungdes Römers, der überall seine Götter findet. Wo-her Mercur, und die anderen fremden Götter, fürunvcrmischte Eingeborne des LandeS, (S- Kap. 2.und 4. d. B.) für eine Nation, die keine Götzenbildder, keine Tempel (S. gegenw. Kap. Not. m und n),und wie es scheint, selbst Cäsar (Gall. Kr. IV. 21.)zu verstehen giebt, auch keinen Priesterorden hatte?Und hatten die Deutschen nicht auch andere griechisch,römische Götter kennen müssen, wenn sie einmaldiese, die noch weit jünger sind, kannten? WaSgeht sie der Sohn des Jupiters und der Maja an,der, weder als Göilerbote, noch als Vorsteher derHandlung und Reisen, geschweige der Wisscnschastcnund Künste, für sie war? Wir halten uns fest dar,an: keine Görzenbilder, keine Tempel, keinenpriesterorden; also auch keine Viel * und Abgötte»rey, wie die griechisch-römische. Tacitus gedenktdazu (S. Kap. Z9. d. B.) indem er von einem got«teSdienstlichen Gebrauch der Semnoncn erzahlt, aus-brücktich des allhcrschenden Gottes, den die £)v.\U

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