Druckschrift 
C. C. Tacitus von Deutschlands Lage, Sitten und Völkern : Mit erklärenden Anmerkungen, einigen Ausführungen udn Abhandlungen, und einem geographisch-historischen Wörterbuche / von Johann Heinrich Martin Ernesti, öffentlichem ordentlichem Professor an dem Herzoglichen akademischen Gymnasio Casimiriano zu Coburg
Entstehung
Seite
75
Einzelbild herunterladen
 

0 1 - r_a <£j&g><=»~4 75

konnte ich wenig erfahren h), ausser daß schon dasSymbol, wie eine jiburne i) gestaltet, von der frem«den Religion zeugt k). Uebrigenö Halten sie es unter

der

ist der Beweis? und müßten nicht auch die übrige«Deutschen, wenigstens ein sehr grosser Theil, dieIsis gekannt und verehrt haben? Man kann fastdie Isis aus dem deutschen Götterregister wegstrei-chen, um so mehr, da sich der Ursprung des Irr«thums leicht erklaren laßt: eine einzige Schwierig-seit findet sich beym Schöpflin, der in seiner Alsatiaviele ägyptische Gottheiten bekannt machte, die inElsaß aus der Erde herausgegraben wurden; abersie haben das Alter nicht, wenn sie auch ägyptischwaren,

***) Auslandisch: denn die Isis war eine Gottheitder Aegyptec, mit welchem die Deutschen gar keineGemeinschaft hatten.

JO Er hörte wohl davon, aber nichts Gewisses.

i) Wie ein kleines schnelles Fahrzeug, wie ein Jagdschiffgeformt,

fc) Bisweilen ward die Isis unter dem Bilde eines Schiffsverehrt. Nun mag leicht ein Römer, nach Herrn Hof-rath Gattcrer, vor einem Schiff, das Sinnbild einerSecnation, einen Swcven feinen Gottesdienst verrich-ten, oder das Schiff nach Hn. v. Anton als in einemHain anfgehangeue Beute, gesehen haben; so war aufeiüiual der IsiSdicnst da, zumal da der Römer iahc«lich oas Fest der Isis feyerte, und die Feycr Isis-!

Schift