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C. C. Tacitus von Deutschlands Lage, Sitten und Völkern : Mit erklärenden Anmerkungen, einigen Ausführungen udn Abhandlungen, und einem geographisch-historischen Wörterbuche / von Johann Heinrich Martin Ernesti, öffentlichem ordentlichem Professor an dem Herzoglichen akademischen Gymnasio Casimiriano zu Coburg
Entstehung
Seite
92
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Verrathet und UebeMüfer knüpft man an Baums aufe).Feige, ttnstreicbare und Leibesschandcr f) versenkt man-jn Morast und Sumpf, und bedeckt sie mit met Hür-de *), Die verschiedene Todesart soll anzeigen, daß

man

e) Man sieht hier, daß nach den (wenn auch nicht ganzund immer) geendigtcn Kriegen Volksversammlungengehalten wurden.

{) Oder: durch Unzucht Berüchtigte; auch das sagt derrömische Ausdruck. So vcrabscheuungswürdig undäusserst selten auch (S. Kap. 18. und 19. d. B.) dasLasier der Unkcuschheit bey unseren Vätern war; sokonnte es doch, wegen der vielen und genauen Be«kanntschaft mit den Römern an den deutschen Gran»zen, und in Rom selbst, (Wollüstlinge verführen auchgern andere, und vielleicht versuchten gar die wol«lüstigcn Römer vergleiche die Gesinnungen desTacitus im zzstcu Kap. d. B. alle Mittel der Vcr-führung, um die Deutschen zu schwachen), zumal zujenen verderbten Iciren, nicht ganz an Beyspielenfehlen. Jede wollüstige Ausschweifung entzieht Krafttc, und machte untüchtig zum Krieg; daher Wollust-linge als Lcibcsschandcr (an den moralischen Schadendachte man freylich nicht), wie die Feigen und zumKampf Verdrossenen (der kriegerische Deutsche kann-te nichts Schandlicheres) bestraft wurden. Es er-halt dieses auch gcwisscrmassen Bestätigung, da, an-derer Gesetze nicht zu gedenken, nach einem altendeutschen Gesetze beym Lindenbrog (S. Schütze in s.

Schutz«