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C. C. Tacitus von Deutschlands Lage, Sitten und Völkern : Mit erklärenden Anmerkungen, einigen Ausführungen udn Abhandlungen, und einem geographisch-historischen Wörterbuche / von Johann Heinrich Martin Ernesti, öffentlichem ordentlichem Professor an dem Herzoglichen akademischen Gymnasio Casimiriano zu Coburg
Entstehung
Seite
119
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Manner r), ausser daß sich die Weiber öfter in leinene 5)Kleider hüllen, sie mit purpurfarbigent) Streifender,sehen, und an dem Obertheil der Kleidung keine Aermelmachen. Den ganzen Arm tragen sie bloß; auch dernächste Theil der Brust ist offen u).

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H 4 Acht.

als Norwegen, Schweden, Finnland: das unbe-kannte Meer heißt es, weil man America noch nichtkannte.

r) Aber einigen Unterschied der Tracht nahm doch auchTacitus wahr. S. Cleffcl S. 274-285.

5) Sie verfertigten selbst Lcinewand, wie auch die Klei,der; von den Gallern hatten sie das Zeuge>vcben ge»lernt, S. Piinms Rat. Hist. XIX. 1. Ader ihre Ar-beit war nicht hinlänglich: viele leinene Zeuge rnufjpten sie kaufen.

. t) Purpur von den Phöniciern konnten sie nicht durchHandel bekommen, da ihn selbst die Römer unge»mein theuer bezahlen mußten, und nur wenigen, Pur-pur zti tragen, nach den Gesetzen erlaubt war. TacituSkann nur purpurahnliche Farbe verstehen; und diesewurde vielleicht aus Pflanzen- oder Vlumensaft ge-macht. Auch uncultivirtc Völker haben Farbereyen.

0) Ohne die mindeste Coam-ltcric bey der Reinigkeit ihrerSitten (vergl. Kap. z8. d. B. zu Ende) in voller Un«schuld, wie Tacitus selbst den Ucbcrgang zu dem foi»gcndcn Kapitel macht.