Druckschrift 
C. C. Tacitus von Deutschlands Lage, Sitten und Völkern : Mit erklärenden Anmerkungen, einigen Ausführungen udn Abhandlungen, und einem geographisch-historischen Wörterbuche / von Johann Heinrich Martin Ernesti, öffentlichem ordentlichem Professor an dem Herzoglichen akademischen Gymnasio Casimiriano zu Coburg
Entstehung
Seite
120
Einzelbild herunterladen
 

Zl2Q

. M. .. i ' B WGWMD^i-- i g saw»

Achtzehntes Kapitel.

Von der Ehe und dem Heyrachsguchoder Geschenke.

leichwohl ist bey ihnen die Ehe a) streng b), undin ihrem Character nichts lobenswürdiger c),

. Sie.

,) b) Man halt mit Ernst über die Ehe (sie ist zugleichder stärkste Beweis der beginnenden Cultur unsererVater), die ihnen so wichtig, so ehrwürdig war,.

c) S. das Gegentheil beym Juvena! in der 6tcn Satyrsda Taeitus auf seine Römer zielt.Wer die Nach-,kommen deS Mannus, sagt der seel. Patzke (in s. W.der Deutschen isterm Th. S. 82.) von ihrer liebens--würdigsten Seite betrachten will, der richte seineBlicke auf die Heiligkeit ihrer Ehe. Bewunderungund Ehrfurcht nimmt mich ein, so oft ich mir meineWater aus diesem Gcsichtspunete vorstelle. Ihrefürchterlichen Wildnisse verlieren alsdann vor meinemBlicke alles Fürchterliche, und ich gestehe es, oftwünschte ich mich in dieselben zurück! Hattet ihr,Eöhne des Mannus! keine andere Tugend als diese:so würde schon diese hinreichend seyn, über eureFehler (denn Fehler habt ihr nur, keine Laster) einmilderes Licht zu verbreiten."