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C. C. Tacitus von Deutschlands Lage, Sitten und Völkern : Mit erklärenden Anmerkungen, einigen Ausführungen udn Abhandlungen, und einem geographisch-historischen Wörterbuche / von Johann Heinrich Martin Ernesti, öffentlichem ordentlichem Professor an dem Herzoglichen akademischen Gymnasio Casimiriano zu Coburg
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123
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das sind ihre geheime Festlichkeiten o), das ihre Ehe-götter p). Damit die Frau nicht meyne, sie habe anKriegskugenden nicht zu denken *) und Kriegsungemachgierige sie nicht an q); so wird sie mit dem ftyerkichei?Eintritt in die Ehe erinnert: sie käme als Gefahrtiilder Mühseligkeiten lind Gefahren, in Krieg und Frie-den gemeinschaftlich zu leiden und zu wagen r). Dieß

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m) Geschirrt ohne Sattel (S. Cäsar G. Kr. IV. 2.);denn nichts war schandlichtr bey ihnen, als aufSätteln reiten: man hielt es für die größte Weich»lichkeit.

n) Was hier von dem Brautkauf, wenn man es andersso nennen darf, erzählt wird, das erhalt durch nochübrizc Gesetze und Beyspiele der Deutschen Erlaute-ruvg und Bestätigung. S.Schützc ekndas. S..i87.f.

x) Die Langobarden nennten es Fadcrphie (Badcrphie),d.i. das Geschenk, was der Brautvater odcr Bmdeeder Braut gab.

0) Tacitus hat hier die Römische geheime Fcycr und-Ehcgcbräuche vor Augen.

p) Ihre Venus, Juno f. ihr Iugatinus, Thalassius f.welche Augustiil in f. Buche vom Staate Gottes V!.9. beschreibt.

*) Sie auszuüben.

0) S. zur Erklärung das ?te und 8te Kap. d. B.

r) Laut dieser Stelle, und den vorhergehenden 7tcn und8ten Kapp, scheint es fast, als ob wirklich die Weiberihre Männer immer in den Hccrzügen begleitet hätten saber es ist unglaublich, daß zu Taeitus Zeiten diese