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C. C. Tacitus von Deutschlands Lage, Sitten und Völkern : Mit erklärenden Anmerkungen, einigen Ausführungen udn Abhandlungen, und einem geographisch-historischen Wörterbuche / von Johann Heinrich Martin Ernesti, öffentlichem ordentlichem Professor an dem Herzoglichen akademischen Gymnasio Casimiriano zu Coburg
Entstehung
Seite
147
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sches Wild M, verdickte Milch e). Ohne Znrichtun-gen***), ohne jeckereyenf), stillen sie den Hunger.Gegen den Durst g) sind sie nicht so maßig. Will-

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<0 Crstgtfalltes Wild. Roh asscn sie es wohl nur im Krieg,und in der Eile; Mcla sagt (111. z.) daß sie dasFleisch auch roh oder frisch (also doch nicht für ge-wohnlich) aßen, und erzahlt, wie sie es danu müv>he machten. Beym Diodorus, Strabo, AthenauSliest man noch, daß sie das Fleisch gekocht und ge-braten gegessen. Zahme Thiere asscn sie wenig;aber wilde in Menge; und der häufige Genuß desFleisches war ihrer Lebensart und dem Klima an-gemessen.

e) Kase war es nicht (S. Conring. S.i8z.), wie es nachdem Cäsar G. Kr. VI. 22. so scheint: Tacüus kann«te den Kase , und würde ihn gewiß genannt haben.Vielleicht Butter, nach dein Plinius R. Hist. XI. 41.und XX11X\.,9. ? Aber Tacttus braucht wohl mitFleiß den Ausdruck verdickte Milch.

***) Ohne künstliche Zubereitung.

f) Es wurde nichts hinzugethan, das den Geschmackder Speise erheben oder reizen konnte; man sieohne Gewürze und ohne Vervielfältigung.

g) Vcrgl. Kap. 4. Not. 0) und Kap. 22. Not. i) d. B.Rheinnachbi'.ru, auch andere Deutsche zu Rom, ha-beu ohnfehlbar diese uachtheiiige Meynung bey denRömer» erweckt. Da die Deutschen den Transliebten, und häufige Trinkgelage hatten; so mußte

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