Druckschrift 
C. C. Tacitus von Deutschlands Lage, Sitten und Völkern : Mit erklärenden Anmerkungen, einigen Ausführungen udn Abhandlungen, und einem geographisch-historischen Wörterbuche / von Johann Heinrich Martin Ernesti, öffentlichem ordentlichem Professor an dem Herzoglichen akademischen Gymnasio Casimiriano zu Coburg
Entstehung
Seite
159
Einzelbild herunterladen
 

Ȁ W- -

159

=o*»

Acht und zwanzigstes Kapitel.

Von Wanderungen aus Gallien nach Ger^manien / und aus Germamen nachGallien.

hedem, berichtet der große Geschichtschreiber Iu-liuö (Cäsar ) a), sind die Gatter sehr mächtig ge-wesen, und daher ist'S wahrscheinlich, daß auch Gal-ler nach Germanien überwanderten b). Was konnteein Strom *) hindern, daß nicht ein angewachsenesVolk seinen Wohnplatz verließ, und einen andern, dernoch gemein, und nicht durch herrschende Machte abge-sondert war, in Besitz nahm? So wohnten zwischendem Hercyner Walde und dem Rhein und Mayn bisHelvetier, weiterhin die Boier, beyde gallische Völker c).

Noch

a) S. Cäsar G. Kr. VI. 24. zu Anfang und zu Ende,Tacitns Agricola Kap. 11.

b) Mit ausdrücklichen Worten, sagt es Cäsar (S. dcSHerrn D. Morus Anmcrk. S. 216. in seiner Ausg.)am angef. O. (vcrgl. G. Kr. T, 5.), und setzt hinzu:aus Mangel an Land, wegen der großen Volksmenge.

») Der Rhein .

c) Ursprünglich und eigentlich waren sie es zwar nicht;aber man hielt sie dafür, weii sie aus Gallien über

die