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C. C. Tacitus von Deutschlands Lage, Sitten und Völkern : Mit erklärenden Anmerkungen, einigen Ausführungen udn Abhandlungen, und einem geographisch-historischen Wörterbuche / von Johann Heinrich Martin Ernesti, öffentlichem ordentlichem Professor an dem Herzoglichen akademischen Gymnasio Casimiriano zu Coburg
Entstehung
Seite
160
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Noch ist Boiems d) Name übrig: er bezeichnet,bet veränderten Bewohner ungeachtet e), dns alteAndenken der Gegend. Aber ungewiß ist es, obdie Arevisker nach Pannonien von den Boiern, einerGermanischen Nation f ) oder die Boier von den Aro-Viskern nach Germanien gewandert sind, da sie einerleySprache, Versassnng und Sitten haben : denn in glei-6)er Dürftigkeit und Freiheit hatten sie auch an bet)*deu Ufern Z) einerley Vortheile und Unbeqnemlichkei-ten. Die Treverer und Nervier suchen noch eine Ehredarinn, daß sie ihre Abstammung aus Germanien her-leiten, als ob sie durch den Ruhm der Herkunft von

der

die Alpen kamen. Die Hetvctier schienen es wegenihres naMerigen Aufenthalts zu seyn. S. hierüber,wie von den vorkommenden Völkern überhaupt, imWörtcrbuche.

ä) d. i. Boiacheint (Hcimath der Boier), oder dasLand, wo die Boier zul Hause sind.

e) Die Boier wurden von den Marcmaitnen (S. Kap.42. *) ) aus ihrem Wohnsitze vertrieben.

f) S- wegen des scheinbaren Widerspruchs mit demobigen, Not c) und das Wörterb.

g) Tacitus spricht kncr noch bis zum 4isten Kapitel(S- dasselbe zu Ans.) von Völkern, die an demRhein wohneil; er meyut also die Ufer desRheins.