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C. C. Tacitus von Deutschlands Lage, Sitten und Völkern : Mit erklärenden Anmerkungen, einigen Ausführungen udn Abhandlungen, und einem geographisch-historischen Wörterbuche / von Johann Heinrich Martin Ernesti, öffentlichem ordentlichem Professor an dem Herzoglichen akademischen Gymnasio Casimiriano zu Coburg
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Dreysigstes Kapitel.

Von dem Lande der Matten, ihrem Aha-racter und ihrer Kriegszucht a).

4 4cher Diese *) hinaus, fangt das land der Chattmvon dem Hercynischen Walde an, die nicht in soflachen und sumpfichten Gegenden wohnen, wie andereVölker, welche Germanien weit sich schließt. Dennes folgen bergichte **) Landstriche, die sich nach und nachin Ebene verlieren; und der Hercyner Wald b) begleitetund verlaßt seine Chatten c). Die Nation hat dauer.

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a) Die Chatten des Tacitus hier sind die Swcven deSCasarö, (Cäsar nennt sie nur nach ihren Bundes-namen), welches Clüver zuerst mit bündigen GründenE. s. Germ. G- 523- und 529.) bewiesen hat: Casackann also zur Erläuterung dienen.

.*) Ueber die Decumater hinaus.

**) Zu der Gebirgskette gehört der Melibocus (der hcn»tige Blocksberg), und der Taunus (vermuthlich daSGcbirg, die Höhe genannt, Mayliz gegen über).

b) c) Tacitus muß nothwendig, wie Hr. ConsiftorialrathTenok (in s. Hessischen Landcsgesch. 2ten B. S.48.)anmerkt, eine gewisse Strecke des Hercyner Walds,zur Bestimmung des Anfangs und Ende des Chatti-schen Staats Wett angeben wollen; denn den Her»cyncr Wald im Ganzen genommen, der beynahe ganz

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