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C. C. Tacitus von Deutschlands Lage, Sitten und Völkern : Mit erklärenden Anmerkungen, einigen Ausführungen udn Abhandlungen, und einem geographisch-historischen Wörterbuche / von Johann Heinrich Martin Ernesti, öffentlichem ordentlichem Professor an dem Herzoglichen akademischen Gymnasio Casimiriano zu Coburg
Entstehung
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Ich glaube, man muß, um nicht zu viel und nichtzu wenig in dieser Sache zu thun, folgende Stücke sielSfür Augen haben, und alles, was er sagt, darnach ab«messen.

l. Ihn selbst betreffen diese Bemerkungen,i) Lr ist nie in Germanien gewesen. Man behau«ptete es lang «nd stützte sich vorzüglich auf zweenGründe.

«) Lacitus. sagt man, war Rationator in Gallia «Velgica Der Grund dieser Meynung war fol-gende Stelle des pliniuo 9):

Ipsi nein pridem vidimus eadem ferrae omnia,praeter pubertatem, in filio Cornelii Taciti, equi-tis Romani Belgicae Galliae rationes procurantis.

Diese Nachricht verführte viele, sie auf den Geschicht -schreibet Lacitus zu deuten 10). Allein Herr ©cblcjscrhat genugsam das Gegentheil erwiesen n). Er sagt »em«lies?:

a) Der Cornelius Lacirus bevm plinius ist nicktder Unsre Den» nach dieser Stelle hatte er da«malS schon einen dreyjahrigcn Sohn haben müssen;allein er, der Geschichtschreiber Lacituo, heyra-thete erst im Jahr 78, in welchem pliniuo seinBuch schloß, die Tochter des 2lgricola, und warselbst kaum zwanzig Jahr alt.

b) Der

9) n N. I. 16.

10) z. x. Kchöning in f. alten Nordischen Geographien inSchlözers allgemeiner nordischer Geschichte, S.

Arnd. in D. de fide Taciti.

*0 In der Nordischen Geschichte, S. fit;