Druckschrift 
C. C. Tacitus von Deutschlands Lage, Sitten und Völkern : Mit erklärenden Anmerkungen, einigen Ausführungen udn Abhandlungen, und einem geographisch-historischen Wörterbuche / von Johann Heinrich Martin Ernesti, öffentlichem ordentlichem Professor an dem Herzoglichen akademischen Gymnasio Casimiriano zu Coburg
Entstehung
Seite
9
Einzelbild herunterladen
 

% m - ra ^fflgH=^-^b 9

b) Der Ttacitw, von welchem plinius redet, istböchftwadrscdeinlich der Rettonatoi*, Corne»lius Verus Tacitus , dessen Namen und Ge»dächrniß eine?lufschrift devm Aeinesiuo S. lvzerhalten hat.Der zweyte Grund ist:ß) Lacitus sah die rvcilde 12). Allein er sah sie nichtM Germanien, sondern als Gefangene zu Rom unterm Vespasian . Ueber dieses ineynt er wohlin dieser Stelle nicht sich, sondern seine ganze Na»tion, Vidimus sub Divo Vespasiano Velledarn.>4) f&v war ein strenger U7ann, der gewiß nicht mit

seichten Nachrichten zuftiedrn war.Z) Daher hat er Nachrichten, die uns ehrwürdig sevnmüssen. Nachrichten, die aus keinen falschen undunlautern Quellen flößen. Irrten ihn diese, konnteer dann dafür? Anchersen 13) giebt einige davonan. Er hatte damals noch das io4tc Buch desL.ivius, dessen Anfang, Sitten und Lage Germa»niens enthielt, so auch plinius Zwanzig Bücher vomGermanischen Kriege; Cäsars Commenlaricn, pii*niuo Naturgeschichte nützte er. Auguftus ließ eineLandkarte dcS ganzen CrdkreiftS in dem öffentlichenPorticus zum Gebrauch aufhangen. Und wie vielmündliche Nachrichten konnte er nicht haben? DmUIm genug, für einen besondern Geist. Vielleicht istuns manches verloren gegangen, das er besaß, undwovon uns auch nicht die Spnr übrig geblieben.

a 5 4) «e

?:) Germ.^C. 8.

13) De scieritia fideqiie Taciti in OpufcyU p.H7,