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seilet werden könnten, gleichfalls unvergeßliche Denkmahlebleiben. Kurz, es ist fast kein Umstand in unserer altendeutschen Geschichte mehr übrig, der nicht bereits seineigenes Licht erhalten hatte.
Alle schöpfen aus der alten Quelle dcS Tacitus, undjeder bearbeitet sein Bruchstuck mit so vieler Kunst, undmit einer so starken Penetration des Geistes, als seinGegenstand es erfordert und es der Zweck erlaubet, den erdamit zu erreichen hoffet. Darf ich mein Urtheil über dieseArbeiten fallen, so sind es Bemühungen, das im Tacitusaufgesteckte Licht zu saubern, ihm einen Hellern Schein zugeben, es bald in diese, bald in jene Gegend unsres Va-terlands hinzuwenden, um, womöglich, neue Schatze ausdem Schutt hervorzuziehen, die Asche unserer Vorfahrenzu sichten, und bekannte Gegenstande noch einmal zu bc-leuchten, und sie unter einen neuen Gesichtspunkt zubringen.
Indessen ist von der großen Menge der Kommenta»tatoren, deren sich Tacitus ruhmön kam,, meines Wissens,noch keiner auf den Gedanken gekommen, zu untersuchen:was er bey Verfertigung seiner Geschichte der Deutschenfür eine Absicht gehabt, und welchen Plan er dabey be-folgt haben möge? Eine Materie, die schon langst vcr-dient hatte, genauer erwogen zu werden. Sie ist daseinzige Mittel, das uns den rechten Aufschluß iii den Sinndes Verfassers, und in die von ihm beschriebenen und er-zählten Dinge geben kann.
Ist der Plan in Absicht des Verfassers willkührlich,so ist der gewählte und in die Ausführung gesetzte es nicht
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