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f «fünde des Tacitus von Deutschland , hier nicht ganz amunrechten Orte stehen. Die erste betrifft die BevölkerungDcutschlandes. Tacitus halt die Deutschen für Ursprung-liche Be;vohn<r ihres Landes, Kap. 2. für solche uralteunverinischte Völker, die gleichsam mit dein Anfang ihrerErde darin gewesen sind, kurz, für deutsche Avtochthonm,nicht zwar, wie die Athenienser eheinals von sich rühmten,um ihr hohes Alterthum der Welt weis zu machen, undsich zu Lehrern anderer Nationen auszuwerfen; sondern ausphysicalischen Gründen dcs deutschen Bodens und des Hinumels selbst. Die Gründe, womit er seine Meynung unter-stützt, sind diese: Erstlich sind die Wanderungen der altenVolckcr nicht zu Lande, sondern zu Wasser geschehen. Zwey»tens, ist der deutsche Ocean vormals gar nicht, von den Rö-mcrn aber selten, und erst spat bcschiffet worden. Und endlichdrittens, ist Deutschland so rauh und wilde, und hat ein sotrauriges Aussehen, daß es unbegreiflich seyn würde, wennjemand Asien, oder Afrika, oder Italien verlassen, und seineWohnungen iil Deutschland aufschlagen wollte. Er halt dieMeynung derjenigen nicht für wahrscheinlich, die den Ulys-scs mit seinem Gefolge haben nach Deutschland schiffen, undAsciburg, an dem Ufer des Rheins (in dem heuligen Für-steitthum Mors) bauen lassen; vielmehr hält er es mit de-nen, die die Deutschen für eine dem Lande eigenthümlich zu-gehörige, unvermisch^e, und unter sich in allem gleiche Na-tion angeseheil haben. Kap. 4. Uns, die wir ein Hauptbuchin dieser Sache haben, und so gar bestimmen können, nachwelcher Directionslinie die ersten Slammvölkcr aus Asien in die übrigen Weltthcilc gezogen sind, uns müssen freylichdie Gründe dcö Tacitus lächerlich vorkommen, aber es wäreUnart, diese Schwachheiten ihm aufbürden, und allen seinen
e übrigen