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Die zwote ist diese. Tücitus, um die Verwandt- oberNichtverwandt-chast der verschiedenen Völker in dem altertDeutschland zu zeigen, hat sich schon eben derselben Mittelbedient, die wir heu-iges Tages, doch mit einem bessernErfolg, in dieser Sache brauchen. Die Achnlichkeit derSitten, der Gebrauche, Kleidungs- und Lebensarten, undso weiter, und die Uebercinkunft der Sprachen, sind ihm dieeinzigen Beweise von der Verwandtschaft der Völker unter-einander. Nur fehlt diesen Bcwcisarten bey ihm die gt»wohnliche Starke, die wir mehr hineinzubringen wissen, unddarzu bessere Mittel und eine grössere Aufmerksamkeit haben.Tacitus trauet jeder, allgemein genommen, zu viel. Ernimmt sogar die nämliche Bauart, und die Schnelligkeit derFlusse für Beweise der Verwandtschaft an. Allein derSchein der Ansehnlichkeiten in solchen Dingen trügt zu sehr,als daß man sicher daranf banen könne, lind dvn den deut-schen, pannonischen, und gallischen Sprachen wußte Taci-tus vielleicht auch zu wenig, als daß auch hierin seine Be-weise über alle Ausnahme waren. Nciil! unsere Zeitensind glücklicher hierin, und werden es noch erst werden,wenn die, so vielen nützlichen Entdeckungen hinderlichseyende Uneinigkeiten unter unsern Sprach < und Geschicht-forschem ganzlich werden gehoben, der auf allen Seitensogar kleiner Piccen schinnnernde unerträgliche Egoismusder Dottoren ausgemerzt, und die alte deutsche Vertragssamkeit, zum würdigen Ruhm unserer Vorfahren, in demachten Glänze deutscher Abkömmlinge vollkomiuen wirdhergestellt seyn.
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