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»pftr nicht ungewöhnlich waren. Doch ist es mir wahr^scheinlich, daß dieselben nur selten, vielleicht vor dem Anfang«iner Schlacht, oder bey Volksfesten, woran ganze GauenAntheil nahmen, gebracht worden sind.
Wodans Gemahlin war Freioga. Die Nordländer»nachten eine mannliche Gottheit Frikko daraus, und dach-<en sich darunter die Sonne.
-Herth«, oder Tanfana, war schon zu Augusts Zeiten,bey den Deutschen im großen Ansehen. Im Lande der Mar-sen hatte sie einen prachtigen Tempel, den Drusus^, Augusts. Enkel, zerstörte 22).
Noch war ein berühmtes religiöses Denkmal auf demEresbcrg, die bekannte Irmensänl oder tLrminsäul, dieder frankische Karl im Jahr 772. zerstörte. Man weiß nichtZewiß , was sie vorgestellt habe, oder welcher Gottheit siegewidmet war. Cranz entdeckte in ihr den Mars der Deut-schen. Unter den vielen Meinungen bleibt mir diejenige am»vahrscheinlichsten, welche Schurzfleisch zuerst aufbrachte,daß sie ein Monument zu Ehren des berühmten Heerführersder Cherusker Hermann gewesen sey. Vielleicht war es gardessen Grabmal, aus einem Haufen großer Steine, nachdem Geschmack der alten Deutschen erbaut.
Ausser diesen Gottheiten hatten die deutschen und nordi-fchen Völker noch verschiedene Provinzialgötter, bey denenich mich nicht aufhalten will.
Die gottesdienstlichen Handlungen, insbesondere die»tenigen, welche ftierliche Volksfeste waren, wurden nie ohneGastereyen beschlossen. Eine solche Opfermalzeit wurdeGilda gcncnnt 23). Man reichte einige Becher voll starkes
Bier
22) Tacit. Annal. i, 51.»z) Sr.orro I.ib. 1, c. 1».