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Einige von redlichen Männern angemerckte Miß-
brauche/ so den jetzt erwehnten Gebräuchen
schnür siracks zu wider laufen.
ie grösten Mißbräuche kommen insgemein cius denen sogenanten Winckel-Druckereyen her, weil man in sc!-bigen theils keine tüchtige Personen, theils aber keineGesellen fördert, und nur mit Weib und Jungen dahin sudeitfwelches wider das allergnädigste Käyserliche Mandat den iS-Zulii 17«5. laufst. Siehe oben N. V. und VIIL
Ferner: hat man sich angemaßt 2. biß 3. Jungen, obschoirnicht auf einmahl, doch nach und nach an;uiichmen, ohneAb»sehen auf die hicrzn «forderlichen Eigenschafften und dem Uraltennie unterbrochenen Recht und Ordnungen stracks ;u wider, ohneBeyseyn redlicher Gesellen, aufgedungen und loßgesprochen undsodann dieselben als Cornuten fortgeschickt, und wieder neneJungen herbey gestellt, da denn der vermeinte Cornute iwwährender Lehre kkl'iien Gesellen in der Druckercy arbettwße-sehen viel weniger von einem angeführet worden, indem viel-nials der Herr ein Drucker und wenig von Setzen, oder einSetzer und wenig vom Drucken verstehet^ oder, daß es jaeinen Schein haben muß, als wenn er Gesellen gefördert,manchmal einen Durchreisenden 14 Tage Arbeit gegeben» undalsdcnn wieder abgeschafft. Dahero solche nichts wißcndeweg und in die Fremde geschickt werden, da sie alsdenn kaumso viel verdienen können, als zu ihren Leibes Unterhalt vottnöthen ist.
Ferner hat die Erfahrung bestätiget? daß man öfftersan solchen erwchnten Orten, wo nur eintzelne Druckcreyen,dennoch Postulate gehalten habe, wo kaum 3. Personen var-zu vorhairden gewesen, da denn deren jeder 2. Ehren-Acmtcrdabey zu bedienen gehabt hat; dahero man auf den vvn un-dencklichen Iahren her eingeführten tödlichen Gebrauch unddaraus folgenden guten Ruhm nicht gesehen hat, welches vorAlters von unsern Vorfahren weder gelitten, noch vor Knnst-gebranchlich gehalten, sondern vor untüÄ)tig erkläret w»r-den st.
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