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Es hat auch Kunst-GIieder qegeben , die einigen Ausge«lernten, den ordentlichen eingeführten Knnst-Gebrauch beyge»bracht haben, daß sie sich alsdcnn vor Gesellen ausgegeben,>md in der Welt bey Buchdruckereyen sich fort gcholffen, undPostulaten beygcwohnet haben. Exempel hiervon siehe inwerther«'Nachricht von der Buchdrucker Kunst vag. 369.370.
Was aber der bedaurcnswürdiqste und bctrübtcste Miß-brauch ist; So hat man angemercket, daß selbiger aus derLernung so vieler jungen entstehe, vbschon Zhro KayserlicheMajestät KayserLeopold der erste glorwürdigsten Anden-ckens eine allergnädigste Veranstaltung / und zwar anno »688-darwider ergehen (äffen. Siehe oben 91. vn. Hicdurch mußmancher rechtschaffener Geselle, unumgänglich Noth lcyden,undeine andere ilebensÄrt crgreiffen, wie denn 1703. den 14. Dec.eine löbliche Braunschwcigcr Buchdrucker - Gescllschafft ebendiescrwcgen eine Vorstclluna nach Berlin ergehen lassen; weilman nun solche in Herrn XOettbets Nachricht von der Buch»drucker-Kunst p. 371. gefunden; so wird es Uns vergönnetsey», selbige hieher zusetzen:
Weßwegenwir an die Berlinische Gcsellschafft, aus gu«tcn Wohlmeynen bey dieser Gelegenheit zu erinnernnichtvergcßen wollen: Obs nicht eine nöthigere uud al-len rechtschaffenen Gesellen dicusamere Sache wäre,wann wider das allzuviel? Jungen-lernen eine gewisseOrdnung errichtet würde, damit nicht so viele ehrlicheGeselle» in Mangel der Arbeit ans Noth in Krieg zulauffen gezwungen würden, als daß man unnöthigerweise so viele redliche Gesellen an fremden Orte» un»schuldig auftreibe, und in Schaden und Strafe setzet.
Daß fernere Übel so sich Herfür gethan hat, bestehet bar-innen, daß man sich selbst bemühet denen Buchdrucker Herren,Jungen anzuprcißcn.'und nur denjenigen Vortheil sucht, dußman selbige zum anführen bekommt/ und das wenige Geld da-bey gewinnet, und nicht untersucht, ob sie in Christenthum, Le-scn und Schreiben etwas können / oder nicht, sondern nur dieEtarcke und Größe in vbgcht nimmt. Da denn viele unge-
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