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mchr nur der wohlfeile Prciß, sondern auch die Hofnung zu gc*winncn, viele Liebhaber darzu anlocket. Man müßte aber Sor»getragen, daß lauter gute und brauchbare Bücher, Z.E-Bi-bdn, Flavil Iosephl Jüdische Alterthümer, Pastillen,Reisebeschreibungen ^c^ gedruckt würden. Es könnten auchBuchhändler dadurch viel gewinnen / wenn sie auf hundert uni>mehr Lovße einlegten, so müßten sie doch wenigstens so viel Bü-chcr um einen wohlfeilen Preiß bekommen , ohne was sie dabeydurchs Looß noch gewinnen könnten. Diese Bücher könnten siehernach mit Vortheil wieder verkauffcn.
Anmerckuilg.
Die Frage von der Lotterie gehöret eigentlich gar nichtHieher. Da aber der Herr Verfaßer davon genrtheilet; so wol-tai wir auch etwas sagen. Wir sind mit ihm, in Ansehung derAntwort/ einig, daß es erlaubt sey, wenn es mit Bewilligung derObrigkeit geschicht. Allein« darinnen gehen wir von ihm ab.Erstlfch, daß es nicht erlaubt sey solche Bücher zu drucken, wvr-über andere Privilegs haben, welches ihnen Paul Pater zuge-siehet, da er Iosephi Jüdische Alterthümer mit vorschlagt.SX'iin über dieses Buch haben Hohe Haupter Privileg,'« erthct-ter. Gestünde man Wayscnhausern dieses zu, so waren sie privi-' legirte Brodtdicbe. Oder vielleicht hatPaulpater nicht ge-wußt/ daß dieses Buch privilegirt sey. Vors andere könnmwir den Gewinn nicht sehen, den Buchhändler davon haben sol-Im/ wenn sie auf hundert und mehr Eremplaria einlegten. La--denhüter und Maculatur würden sie zum Gewinn haben. Demrwer würde mehr davor geben / als es durchs Looß gekostet hat ZUnd wo sollen die Liebhaber herkommen, wenn bereits fünftau-send und mehr befriediget sind ? Zumal, da die Erfahrung geleh»xtt hat, daß man wohl eher sechszehcn Groschen eingeleget, uni>ein Buch bekommen hat.das nicht über acht Groschen werth war.Wo kommt da der Gewinn vor den Buchhändler her?
III. Frage.Ob die Buchdruckerey und Buchhandel einrechtmäsiges Mittel, wodurch sich auchGelehrte zu erhalten suchen sollen ?
* Hier«