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Freymühtige Rechenschaft des von der Gemeine zu Ephesus Abschied nehmenden Apostels Pauli vorgestelt in einer Abschieds-Predigt gehalten in der reformierten Gemeine zu St. Stephani in Bremen den 2. Aug. 1739... / von Henrich Eickel
Entstehung
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Er diese tröstliche Versicherung hinzu: Ich will mit dirseyn. Ich will dich behüten auf dem Wege den du wan-"deln solt; Ich will dich von der Hand deines in Zorn gegendir entbrandten Bruders Elan / und von den Nachstellun-gen Labans erretten / und alle dein Vornehmen gesegnet seynlassen.

In fast gleichen Umstanden finde ich mich heutiges Ta-ges durch die anbetens-würdige Fürsehung Gottes gesetzet.Es sind nun auch beynahe zwanzig Iahre/daß ich mich nachdes HErrn Naht als ein Fremdling unter euch ausgehalten;welche Zeit über ich/ durch die Gnade Gottes/ dem HErrnin Aufrichtigkeit zu dienen/ und die mir anvertraute Heerdetreulich zu weyden geflissen gewesen. Mit was für Müheund Beschwerlichkeiten solches geschehen/ übergeheich/ weiles den mehrestm nicht unbekant ist/ anitzo mit Stillschwei-gen. Inzwischen hat es dem Gott meiner Vater gefallen /auch mich wiedrnm in mein indisches Vaterland zu-rücke zu ruffm. Dieser rüstenden Stimme des HErrnbin ich gefolget; in ungezweifeltem Vertrauen/ der Gott /der bis Hieher mit mir gewesen / werde auch ferner mit mirseyn. Und in dieser glaubigen Zuversicht auf die fernereTreue meines Bundes- Gottes bin ich auch in dieser Stundein feinem Nahmen hiefelbst aufgetreten/ um mein bisher un-ter euch geführtes Lehr- und Hirten-Amt zu befchliessen/undeuch das letzte Fahre rpohl zu sägen. Bin ich aber je-mahls des Beystandes des Höchsten benöhtiget gewesen/ sowird es fürnemlich anitzo seyn. Lasset uns denn dem HErrnin tiefster Demuht zu Kusse fallen/ und denselben mit verei-nigten Seuftzern um die kraftige mitwirckung seiner Gnadeund seines H. Geistes anruffen :c.,

I^XI'.