( ;3 ) öS
Gewißlich/ eine Bezeugung/welche zu einem unwieder-sprechltchen Beweiß diente/ daß dasjenige / so der Apostel be-zeuget^ nichts als die reine Warheit ill sich enthielte / aller-lnasscn ihn sonst die Elteften der Geineine zu Ephesus hat-tcn Lügen straffen/ und eines andern überfthren tonnen.
Derowegen köstliche Seelen-Gestalt? O herrliches^und allen Werth übertreffendes Vorrecht? eines Lch-rers / der bey seineni Abschied von seiner Gemeineeine so freymühtige Bezeugung thun / und in allenStücken seiner Bedienung auf das eigene Gewissen setnerZuhörer unerschrocken sich beruffen kan. Ein Vorrecht wo-von Bauchdiener und Miedlinge weit entfernet sind. Doch/wir wollen uns anjetzo mit andern nicht aushalten / sondernvielmehr unsere verhandelteWorte zu dem Zweck anwenden/wozu wir dieselbe in dieser Stunde erwchlet haben. Es Neuch/ Meine wertheste Zuhörer/ bekant/ wie es dem/der die Lehrer/ als sieben Sternen/ in seiner rechten Handbalt/nach seinem unerforschlichen und unveränderlichen Nahtgefallen/die Hertzen der Gemeine zu Homberg dahin zu len-ckcn/um mich durch eine Kirchen-ordentliche Wahl zu ihremLehrer und Seelen-Hirten zum zweyten mahl zu ernennenund zu beruffen. Es ist dem Allwissenden Hertzen- und Nie-renkündiger/ uud mir allein bekant/ in was für einem Meerder Verwirrung mein Bemühte durch diesen unvermudtetenBerufs-gerahten ist/ und durch wie viele Zweiffels-Fluchendasselbe bald hie / bald dorthin geworffen und geschleudertworden/ ehe ich von dein Willen meines obersten Gebietersüberzeuget war. Diese Unrnhe wurde nicht wenig vermeh-ret/ durch die Bekümmernis / welche/ nachdem die Sachebekant und ruchtbahr geworden war/ hin und wieder in der
Gemeine