Einleitn ng.
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ander unterscheiden, daß jener die Werkzeuge der Ge-lehrsamkeit bey den Alten suchte dieser hingegendie Weckzeuge der Bildung des Geschmacks.-
Der Belle ttrist oder bell'e?x>''ir ist ein Huma-nist Nach gleichzeitigen Musiern in lebenden Sprachen.Er tst also kein Gelehrter —^ denn nur todte S pra-chen sind jetzt gelehrte Sprachen — sondern ein bloßer-Dilcltantc der Ecschmackskenittnifse nach dcrMode,ohne d<r Alteil zu bedürft,,. Man konnte ihn denAffen des Humanisten nennen. — Der Polyhistormuß als Philolog Linguist n?.d L ittc r a t v r und als-Humanist muß er Kl«ssi ker und ihr Ausleger seyn.Als Philolog ist er cultl'virt, als Humanist ci-vilisirt.
In Ansehung der Wissenschaften giebt es zweyAusartungen des herrschenden Geschmacks t Pedan-terie und Galanterie. Die eine treibt die Wis-senschaften blos für die Schul e und schränkt sie da-durch ein in Rücksicht ihres Gebrauches; die a n o retreibt sie blos für den Umgang oder die Welr und be-schränkt sie dadurch in Absteht auf ihren Inhalt.
Der Pedant ist entweder als Gelehrter dem Welt»manne entgegengesetzt und ist in so fern der aufgebla-sene Gelehrte ohne Wcltkcnntniß, d. i. ohne Kenntnißder Art und Weift, seine Wissenschaft an den Mann z«bringen: — oder er ist zwar al5 der Mann von Ge-schick.