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Immanuel Kants Logik : ein Handbuch zu Vorlesungen / [Hrsg.: Gottlob Benjamin Jäsche]
Entstehung
Seite
62
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Einleitung.

bestimmte Granjen ausgedehnte historische so wohl alsrationale Wissen kann Pansophie heißen. Zumhistorischen Wissen gehört die Wissenschaft von denWerkzeugen der Gelehrsamkeit die Philologie»die eine critische Kenntniß der Bücher und Sprachen(Litteratur und Linguistik) in sich faßt.^/''!-^Ä^-K^?k^^°!?U'>?M H , -'-'UtzjH

Die bloße PolyHistorie ist eine cyklopische Ge-lehrsamkeit,, der ein Auge fehlt das Auge der Phi-losophiei und ein Cyklop von Mathematiker, Histo-riker, Natnrbeschreibcr, Philolog und Sprachkundi-ger, ist ein Gelehrter, der groß in allen diesen Stücke»ist, aber alle Philosophie darüber für entbehrlich hält.

Einen Theil der Philologie machen die i-lum^im-züus> worunter man die Kenntniß der Alten versteht,welche die Vereinigung der W isscn schaft mitGeschmack befördert, die Rauhigkeit abschleift unddieCommunicabilitat und Urbanität, worinn Huma-nität besteht, befördert.

Die ttum-mior» betreffen also eine Unterweisungin dem, was zur Cultur des Geschmacks dient denMustern der Alten gemäß. Dahin gehört z. B. Ve-rcdtsamkeit, Poesie, Belesenheit in den classischen Au-toren u. dgl. m. Alle diese humanistischen Kenntnissekann man zum practischcn, auf die Bildung desGeschmacks zunächst abdeckenden, Theile der Philologierechnen. Trennen wir aber den bloßen Philologen nochvom Humanisten; so würden sich beyde darinn von ein-ander