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Immanuel Kants Logik : ein Handbuch zu Vorlesungen / [Hrsg.: Gottlob Benjamin Jäsche]
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Seite
112
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Einleitung.

Ueberlegung, bey Wenigen zur Untersuchung. —Der da weiß, was zur Gewißheit geHort, wird Ueber-redung und Ueberzeugung nicht seichr verwechseln undsich also auch nicht leicht überreden lassen. — Esgiebt einen Bestimmungsgrund zum Beyfall, der ausobjectiven und subjectiven Gründen zusammengesetzt ist,und diese vermischte Wirkung setzen die mehrcstcn Men-schen nicht aus einander.

Obgleich jede Ueberredung der Form nach(korm-ilirer) falsch ist, so fern nemlich hierbei) eine un-gewisse Erkenntniß gewiß zu seyn scheint: so kann siedoch der Materie nach (msreiislirei) wahr seyn. Undso unterscheidet sie sich denn auch von der Meynung, dieeine ungewisse Erkenntniß ist, so fern sie für un-gewiß gehalten wird. —

Die Zulanglichkeit des Fürwahrhaltens (imGlauben) laßt sich auf die Probe stellen durch W e t-t e n oder durch Schworen. Zu dem ersten ist c o m-parative, zum zweyten absolute Zulanglichkeitobjectiver Gründe nöthig, statt deren, wenn sienicht vorhanden sind, dennoch ein schlechterdings sub-jectiv zureichendes Fürwahrhaltcn gilt.

Man pflegt sich oft der Ausdrücke zu bedienen:Seinem Urtheile beypflichten; sein Urtheilzurückhalten, aufschieben oder aufge-ben. ---» Diese und ähnliche Redensarten scheinen

anzu«