22o II. Allgemeine Methodenlehre.
gegebenen Begriffs klar gemacht: so wird der Begriffvollständig deutlich; enthalt er auch nicht zu vielMerkmale, so ist er zugleich präcis und es entspringthieraus eine Definition des Begriffs.
A nmerk. Da man durch keine Probe gewiß werden kann,ob man alle Merkmale eines gegebenen Begriffs durchvollständige Analyse erschöpft habe: so sind alle ana-lytische Definitionen für unsicher zu halten.
§- 105.
Erörterungen und Beschreibungen.
Nicht alle Begriffe können also, sie dürfen aberauch nicht alle definirt werden.
Es giebt Annäherungen zur Definition gewisserBegriffe; dieses sind theils Erörterungen (expoll-tione-;), theils Beschreibungen (6sscriptic>oL5).
Das Exponiren eines Begriffs besteht in der aneinander Hangenden (successiven) Vorstellung seinexMerkmale, so weit dieselben durch Analyse gesunden sind»
Die Beschreibung ist die Exposition eines Be-griffs, so fern sie nicht präcis ist.
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Anmerkt i. Wir können entwedereinen Begriff oderdie Erfahrung erponircn. Das erste geschiehtdurch Analysis, das zweyte durch Synthcsis,
2- Die Exposition findet also nur bey gegebenenBegriffen statt, die dadurch deutlich gemacht wer-den; sie unterscheidet sich dadurch von der Dekla.
ration,