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Immanuel Kants Logik : ein Handbuch zu Vorlesungen / [Hrsg.: Gottlob Benjamin Jäsche]
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219
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I. Von der Definition. 219

§- roz.

Unmöglichkeit empirisch synthetischer De»finitionen. ' .Da die Synthesis der empirischen Begriffe nichtwillkührlich, sondern empirisch ist und als solche, nie-mals vollständig seyn kann (weil man in der Erfahrungimmer noch mehr Merkmate des Begriffs entdeckenkann): so können empirische Begriffe auch nicht definirtwerden. . ,

Anmerk. Synthetisch lassen sich alss nur willkührlicheBegriffe deftniren. Solche Definitionen willkührlicher

, Begriffe, die nicht nur immer möglich, sondern auchnothwendig sind, und vor alle dem, was vermittelsteines willkührlichen Begriffs gesagt wird, vorangehenmüssen, konnte man auch Deklarationen nennen,so fern man dadurch ftineGcdanken dcklarirt oder Rc«chenschaft von dem giebt, was man unter einem Worteversteht. Dies ist der Fall bey denMathematike r n.

, , §- 104. >

Analytische Definitionen durch Zergliede-rung » xrior» oder it xoüeriori gegebener-Begriffe.

Alle gegebeneBegriffe, sie mögen 2 priori oders poüeriori gegeben seyn, können nur durch Analy fi sdefinirt werden. Denn gegebene Begriffe kann man nurdeutlichmachen, so fern man die Merkmale derselben suc-cessiv klar macht» Werden alle Merkmale eines

Me-