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Christian Thomasens Von Der Kunst Vernünftig und Tugendhaft zu lieben : Als dem eintzigen Mittel zu einem glückseeligen, galanten und vergnügten Leben zugelangen, Oder: Einleitung Der Sitten-Lehre ; Nebst einer Vorrede, In welcher unter andern der Verfertiger der curiösen Monatlichen Unterredungen freundlich erinnert und gebeten wird, von Sachen, die er nicht verstehet, nicht zu urtheilen, und den Autoren dermahleins in Ruhe zu lassen
Entstehung
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L2 DaSl.H.vHNderGelahrheit:

die ordentliche Bewegung bey einem Menftliennicht in einem Lracl ist wie bey dem andern, son-dern bei) nahe auf so vielfältige Art v^riiret:als Menschen fe^n, welche Veränderung theilsvon dtm Alter, theils von der Landes-Art,theils von der Gewohnheit u. s. w. herführet.Und solchergestalt darf ein jeder nur auf sich selbstAchtung geben, ob er eine merckliche und zuvvl>her ungewohnte alter-mon bey sich empfindetoder nicht.

54. Hieraus folget., daß die mittlern Bewe-gunyen zwischen dem allzustarcken und ordentlichenbose seyn, wenn sie denen Mustarcken naher kom-men, und für gut müssen gehalten werden, wennsie denen »--deutlichen nahe sind.

55. Es kan aber diese ordentliche Bewe-gung der sinnlichen Gliedmassen wohl bosewerden, wenn sie allzulancle conrinulretwird , weil dadurch die Bewegung der andernSmnligkeiten, die nach der Weißheit des Schöpf-ftrs, als wir oben erwehnet, mit einander durcheine anmuthige Veränderung abwechseln sotten,gehindert wird.

56. Gleiche Bewandtniß hat es mit derVewe-ZzmAs-Rr^federäusserlichenGliedmassen^Eine'mäßige Bewegung, die nicht sehr empfun-den, und nicht alluilange cominuil-et wird, istgut, eine aüzusebr empfindliche oder langcontinnirte aber, ist böse.

57. Ferner was die Bewegung des Geblüts

betrift,