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bis diese Stunde noch. Meine Gründe sind diese:Frißner ist ein grosser Liebhaber der Buchdruckerey;Er wird ein Corrector, und tritt so garmitGensen-schmidt in Gesellschafft; Endlich trennt er sich vonGensenschmidc und legt eine eigene Druckerey an.Bey diesen Umständen wird er als ein öffentlicher Leh-rer nach Leipzig 1479. beruften. Woher will manerweisen, daß er seine Buchdruckerey in Nürnberg verkauft hat, umsonst hat er sie daselbst auch nichtgelassen, folglich muß er sie mit nach Leipzig gebracht?und daselbst aufgerichtet haben; Daß er sie mit da-hin gebracht hat, beweißt ja sein Testament mit kla-ren Worten, da er seine Druckerey mit allem Zu-oehör dem Lonvenw! ki^rrum i?rWclicstorum vee»machthat. Biß Hieher ist alles untrüglich wahr. DieMuthmaßung aber entsteht bey der Frage: ob Meißnerdie erste Druckerey in Leipzig aufgerichtet habe? Ichglaubevieses deßwegen, weil Frißner seine Druckereyvermuthlich 1475. mit nach Leipzig gebracht , und weilman kein Buch anführen kan, daß älter, oder vor1479. allhier gedruckt worden wäre; Kan man mirdieses beweisen , so will ich meine Muthmassung gernefahren lassen. So lange aber dieses nicht geschiehet,so kan ich nicht sehen, warum man mir die Wahr-scheinlichkeit absprechen will; Könnte ich freylich Bü-cher ausweisen, so 8nßners Namen führten, so dürf-te ich nicht mehr glauben, sondern ich wüßte es gewiß.Unterdessen sind Doch einige von 1481. 1482» ohneBenennung des Buchdruckers bekannt. Ehedesscnstund ich in den Gedancken^ man wiss: kein älteresBuch, so hier gedruckt worden ist, als vom Jahr 1487°Nunmehro aber dürste ich bey nahe meine Gedanckenandern. Doch nein. Es halten mich noch zwey Umftan-