28» Cap. V. Fortgesetzte Nachricht
Zierde der Schuften, einen Mangel haben möchte.Ausser der Buchdruckerey halte er zugleich einen weit-lauftigen Buchhandel, daß er sich auch genöthigetsahe, in auswärtigen Buchdruckereyen vor sich dru-cken zu lassen. Im Jahr 1612 starb ihm seine Ehe-frau , mit welcher er vier Söhne und vier Töchtererzeuget hatte. Hierauf verehlichte er sich zum an-dernmahl mit Magdalenen, Herrn Michael Geh-lers/ eines Handelmanns daselbst, Tochter, die eineMutter von vier Söhnen und einer Tochter wurde.Die damahligen kriegerischen Zeiten verhinderten ihnim seinen Alter seinem Werck nicht mehr so vor zuste-hen/ wie er wohl gewünschet. Denn im Jahr 1632.und i6zz. wurde die Stadt Görlitz nicht nur bela-gert, sondern auch geplündert Endlich verließ er1657. den 2?ten Mertz diese Zeitlichteit. Sein Buch-druckerzeichen habe ich im andern Theil p»A. 2. be-schrieben / und in Kupfer gestochen geliefert, welchesich daseist falschlich seinem Vater zu geschrieben habe.
Nach dem Tod des Rhamba führten dessen Er-ben von 16Z4 bis 1644. eine Zeitlang das Werckdurch k?süor» fort, unter welchen der lezte MartinHerrmann war. Endlich überliessen ihn die Nham-baischen Erben 1644 die Druckerey kauflich. Die-ser Heremann aber gerieth hier auf in eine unordent-liche Lebensart, daß es auch 1652 zu einem Credit-'Wesen kam Es wurde zwar Herr Herrmann vonE- E. Rath in der Druckerey gelassen, jedoch derge-stallt, daß er von allen dem Rath Rechenschaft able-gen muste,dcchero führen die damahls von ihm ge-druckten Schrifften die Unterschrift: rypis 8enstttsiisexlcriprum per tVIgrttnum ^erimsnnum. Eswolte aber auch auf diese Weise nicht fort, dcchero
- Chri-