4l6 Cap.VI. LVobleittgerichtete
seyn/ und zwischen zwey nassen Bogen fein lind ge-feuchtet werden, so wird das Gemählde viel mrterund schöner heraus kommen, als es kein Briefmah-ler zuwege bringen kan.
So du gerne einen Abzug, oder Umdruck deineraufPappier gedruckten Figur haben wolltest, so kannstdu solches leichtlich zu wege bringen, nemlich so balddu dein Pappier unter diePreßevon der Kupferplattsin Abdrucken aufhebest und hinweg thun wilst, ver-stehe wann dasselbige von der Schwartzs noch feuchtund ehe es trocken wird, so lege auf deine Kupfer-platten (welche du unter der Presse also liegen las.sen solt,) ein sauberes gefeuchtes Macnlatur, und aufdasselbige ein anders gefeuchtes Pappier, hernachlege auf daistlbige von der Farbe noch gleichsam fri-sche und ohnvertrocknete Figur des vorigen Ab-drucks, und verfahre wie oben mit dem Kupfern ge-schehen, so wirst du zweyerley Abdruck, einen rechtsund den andern umgekehrt zuwege gebracht haben.
Vor etlichen Jahren hat Klr. Z^?-?-/^ ein Bur-gunder, einer von den berühmtesten Mahlern, ein sol-ches Kupfferstück Herfür gebracht. Aufeinen braun-lichgrauen Pappier, waren die Bilder mit fchwar-tzen Umriß weiß erhöhet, fast, wie man etliche solcheBildersteine findet, recht schön und zierlich, da mander Sache nachgedacht, >o hat man befunden, daßes folgender Gestalt ins Werck gerichtet werdenkan.
Man muß zwey Kupferplatten haben, welche ge-nau zusammen treffen an der Grösse, und die einevorbesagter massen abdrucken auf dickes Pappier.Auf die andere Platten aber muß man eben diejeni-gen Figuren tief eingraben, oder das Scheid- und
Etz-