Wen» Herausgeber so etwas glauben; so glaubt eSdie Welt natürlicher Weise mit: denn man nimmt an,daß Herausgeber nicht unterlassen, so genaue Kundschaftals möglich deßfallS einzuziehen. Ich wüßte daher auchnicht, daß von irgend jemanden den Herren Schweißerndie Ehre der ersten vollständigen Bekanntmachung be-nannter Fabeln wäre abgestritten worden: und ich selbstbin langer als zehn Jahre der festen Meinung gewesen,daß sie ihnen auch nicht abzustreiten stehe»
Denn nur erst 1769 gcricth ich auf den Verdacht,daß es doch wohl eben diese Fabeln seyn könnten, welcheschon längst einmal gedruckt gewesen, nnd schon laugstwieder vergessen worden. Ich bekenne es mit Vergnü-gen, wer mich auf die Spur dieses Verdachts geholfen»
EZ war der Herr vStt Hemcbe; in seiner Nachrichtvon einer gelehrten Reise, die er daS Jahr vorher durchNicdcrsachscn und Holland unternommen hatte (^). Dacs ihm damit vornehmlich um die Aufklärung des Ur-sprungs der Druckerey zu thun gewesen war, ( besonders,in sofern sie in der alten Formenschnciderey zu suchen)und er in solcher Absicht alle dahin einschlagende Selten-heiten, welche in den Bibliotheken dasiger Gegend aufbe-wahret werden?, in Augenschein genommen hatte: so warihm unter denen, welche ihm die Bibliothek zu Wolfcn-büttel in Menge anbot, auch ein deutsches Fabelbuch mitHolzschnitten vorgekommen, in welchem auf dem letzten
Blatte
(Nachrichten von Künstler» und Kunst- Sachen. Theil II»S. 21.