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rer Unwissenheit ein Vorwurf zu machen. Eö wäre sonstlben als ob mm: von ihnen verlangte, daß sie auch alle.Handschriften sollten gekannt haben, die von den nehmli-chen Fabeln hin und wieder in Bibliotheken annoch ver-borgen liegen. Denn wahrlich ist ein so früher Druck auSeltenheit eiuer Handschrift vollkommen gleich; und derinsbesondere, von dem die Rede ist, wohl noch gar ihrweit daran vorzuziehen. Denn Handschriften von diefeuFabeln kenne ich doch wenigstens scchft; da ich hingegenvon derBambergcr gedruckten Ausgabe ein zweytes Exem-plar, ausser dem unsrigen, nicht nachzuweisen wüßtc^Wenigstens macht es mir der Herr von Heineke unge-wiß, ob dasjenige EMMplar, welches Sauberm« dochnohl wird gcscycn haben, annoch in der NürnbergischenBibliothek befindlich ist, oder ob es gar jemals daselbstvorhanden gewesen (^).
Was aber, wie gesagt, jenen Gelehrten nicht zuverübeln stehet, das würde einem Bibliothekar, der eine,so einzige Merkwürdigkeit uuter seinem Beschlusse hat,sehr zu verdenken seyn. Denn von diesem verlangt mansogar, daß er gelegentlich Meldung davon thue, wennman ihm anders zutrauen soll, daß er das, was er be-wachet, auch kenne. Und daher glaube ich denn mit fol-gender Nachricht, selbst bey denen keinen Undank zu ver-dienen, die ihr schriftstellerisches Verdienst um eine Klei-nigkeit dadurch geschmälert finden dürsten. ^
<'-') Nehmlich in einem neuen Werke, (lelee Aens.-ale <l'une<üoIIeÄion cvmplette ä'Litampss <^c. ü Vienve 177?.P.27Z.) in welchem er die in den Nachrichten von 'Rünst-lern und Runstsachen ertheilte Beschreibung, mit einigenZusätzen wiederhohlt hat.