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Zur Geschichte und Litteratur : aus den Schäzen der Herzoglichen Bibliothek zu Wolfenbüttel / von Gotthold Ephraim Lessing
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Denn so liefet dieses alles die neue Ausgabe der Schweißer,vollständiger und richtiger: welches 5ob ich ihr, auch innoch mchrern Fabeln, nicht ungern zugestehe.

Ja ich will eben so gern einräumen, daß wenn es n-bcrhaupt weiter nichts, als einige bessere Lesarten wären,die aus dem alten Bambcrgischen Drucke zu ziehen, derNußen desselben sehr geringe seyn würde. Und gewißhatte es sich kaum der Mühe verlohnet, mehr als mit einPaar Worten der Entdeckung desselben zu gedenken. Eswäre ein Leckerbissen für den Bücherwurm, und weiternichts. Doch weit gefehlt, daß es nur dieses seyn sollte:das Beste kömmt noch.

Als ich von vorne herein die Verglcichung Fabelvor Fabel anzustellen begann, konnte ich lange keinen an-dern wesentlichen Unterschied entdecken, als daß in der al-ten Ausgabe einige der Fabeln gänzlich fehlten, welchesich in der neuen finden. Auf einmal gerieth ich im Blät-tern an das Ende, und fand, daß dieses mit einem Epilogverschen sey, der mir ganz fremd war, und der durch ei-nen besondern Umstand meine schon erlöschende Neugicrdemit eins wieder erweckte. Hier ist er, dieser Epilog; derwir die erste Hoffnung machte, daß, wo ich diesen Au-bruch gefunden , der Ausbeute wohl noch mehr werdendürste.

Wer die pcispil inerten wilDer seze sich auff des endes zilDer nutz leit am ende garDer pcyspil nenict eben warDie that ist nit also gewesenDer geschicht als ir habt hören lesen

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