it jener Entdeckung hatte ich mich wieder ganz indas Feld der Aesopischm Fabel verirret. Eswar eine Zeit, da ich keinen Dichter mit mchrerm Fleissestudierte, als denphäder. Und damals, wie oft wünschteich mich in die Bibliothek zu Wolfenbüttcl! Denn nur all-zuoft stieß ich, in den Noten des Gudius über meinenAutor, auf Dinge, die ich mir dort, und nur dort, auf-klaren zu können versprach»
Es ist bekannt, daß diese Noten des Gudius überden phäder, nicht von ihm selbst, sondern verschiedneJahre nach seinem Tode, von dem altern perer Luv-mann herausgegeben worden ('). Und es ist eben sobekannt, daß der größte Theil der hinterlassenen, eignenund fremden Handschriften deS Gudius in unsre Biblio-thek gekommen. Nun wußte ich zwar, daß die Papiere,aus welchen Burmann seine Ausgabe besorgt, sich nichtmit darunter befinden könnten; als welche längst zuvorvon den Erben des Gudius an Gräven überlassen wor-den. Allein Gudius bezog sich in den Noten selbst nochauf so manches, das meine Neugierde rußte: besondersauf verschiedne alte Codices, die er selbst zu Rathe gezo-gen , selbst in Handen gehabt hatte. Und von diesendurfte ich vermuthen, in Wvlfcnbüttel einiges wieder zufinden, das, wenn es Burmann gleichfalls vor sich ge-habt hätte, er gewiß näher angezeigt, und in manchenFällen mehr gcnußet haben würde.
Alles
( ") Nehmlich zuerst 1698. Gudius starb. 1689-