ftl, daß hiermit unser Marchtalcrifches Manuftript ge-meynct sey. Ich habe aber auch nicht Unrecht, alles wasL.udolf, oder vielmehr Iuncker hier davon sagt, mehrfür einen Verdacht, als für eine Nachricht zu erklaren.Denn das Wichtigste fehlet dabey; nehmlich die Anzeige,daß, und von wem, und wie weit es bereits genutzet wor-den, als ohne welche es die Aufmerksamkeit ohnmöglicherregen konnte, die es verdienet. Daß man jedoch janicht glaube, daß Ludolf selbst alles dieses nicht gewußthabe. Er wußte es nur allzugut, wie ich gleich sagenwill: und daß wir es nicht auch in seinem ^.eben lesen,beweiset höchstens, daß er es noch nicht damals gewußt,als er die flüchtige Notiz davon aufs Papier warf, dieIuncl'cr ohne Zweifel vor sich hatte.
Noch vor Jahr und Tag würde man, in unsererBibliothek selbst, schlechterdings nicht haben sagen können,was für eine Arabische Genealogie es sey, die Rudolf ehe-dem daselbst solle gesehen haben; geschweige, daß man siehätte vorzeigen können. Denn ich weiß nicht wie es ge-kommen, daß das Marchtalerische Manuscript in keineneinzigen von unsern Katalogen eingetragen, und selbst aufdie sonderbarste Weise in einen Winke! verkramet wor-den , wo es unmöglich jemanden zu Gesichte kommenkonnte. Ganz unvermuthet fand ich es in einem verschlos-senen Kasten, zu welchem sich sogar der Schlüssel verlorenhatte; solange war er nicht eröfnet worden: und fandes daselbst, unter einem Prasse von ausgemerzten Kupfernund Charten. Mein ganzes Verdienst um diefe Wie-dewuffindung aber, ist die Neugierde, die ich hatte, ei-
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