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ch blätterte in He^denreichs LeipzigisthelV(Lhronike, und da ich eben nichts wichtigessuchte, so zog unter dem Jahre 1567 folgende Stelle meineAugen auf sich» ^z»?lnno 1567 den izten Ianuarii, har der„ScharssRichcer zu Leipzig aussm Markr»,ein Buch, die Nachrigal genaue, darinnengzdie Iuäicis und Gerichte mir Sch»nehn>or-„rett harr angegriffen worden, öffentlich„vevbranm, und die, so sie feil gehabr, aus-»gepaucker.
Wer seiner Neugierde öfters nachgehangen, den reißt siebey dem kleinsten Anlasse mit fort. Und so sahe ich michauch hier gar bald mitten in der ernstlichsten Nachfor-schung, was denn eigentlich dieses verbrannte Buch, dieNachtigall genannt, für ein Buch gewcfcn sey?
Gleich anfangs besinn ich mich, daß Vogel dervermehrte und fortgesetzte He^denreich ist. VogelsLeipzigijchcv Geschichrbuch also war das erste, waSich zu Rathe zog; in der festen Hoffnung, meine Neugicr-de sofort befriediget zu finden. Aber ich betrog mich;Vogel wicdcrhohlt die nehmlichen Worte des Heyden-reichs, ohne die geringste nähere Aufklärung.
Ein verbranntes Buch ist gemeiniglich ein seltenesBuch. Ich vermuthete demnach, in den bekannten Ver-
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