zeichnissen solcher Bücher, meine Nachtigall gewiß an-zutreffen: und schlug sie nach, eines nach dem andern»Aber wiederum vergebens. Selbst Andreas U?esiphal,der eine eigene Dissertation von den Büchern geschrieben,die auf Befehl der Obrigkeit verbrannt worden ; selbstGchelhorn, der diese Arbeit des VOestphal durch vieleAusätze erweitert hat, liessen mich unbclehrt von sich.Sie wissen alle von keiner Nachtigall; von keinemBuche, das 1Z67 zu Leipzig von dem Scharfrichter öffent-lich verbrannt worden»
Nachdem ich hierauf auch Müllers ^nnsles, und
andere Sächsische Geschichtschreiber, nicht ohne Zeitver-lust, ebenso unnützlich nachgelesen hatte: mußte ich aufden Gedanken gerathen, daß das, was ich so begierigsey zu wissen, am Ende auch wohl nichts weiter, als einelendes Pasquill irgend einer Privatperson, irgend einenRechtshandel betreffend, gewesen sey, an welchem derRath zu Leipzig eine solche Rache zu nehmen für gut be-funden. Selbst die Worte des Heydenreich "daß die^uciicm und Gerichte darinnen mit Schmehwortcn hartangegriffen worden", schienen nichts wichtigeres, nichtswas sich mehr auf das Allgemeine bezöge, anzeigen zusollen.
Ich wollte sonach eben wieder eine von den Jagdenbeschließen, von denen ich so oft nicht reicher, aber müderzurückgekommen: als ich mich ans einmal besann, wo ichißt sey. Warum suche ich in Büchern nach einen: Buche,das Trotz dem Scharfrichter von Leipzig , hier wohl noch
' selbst
C) ^moemt,'. Urer. I'. VIII. L- IX.