Die drey Abschriften, aus welchen ich dieses mitthei-le, sind völlig übereinstimmend; ausser den zufälligenVerschiedenheiten der Orthographie, indem jeder Kopistder seinigen gefolgt, und einigen andern Kleinigkeiten, dieden Ban des Verses betreffen. Zn diesen habe ich michbald an die eine, bald an die andere gehalten; weil aufgenauere Uebereinstimmung hier nichts ankömmt»
Hinter der einen Abschrift folgen noch etwa ein Hun-dert gereimte Zeilen, mit der Überschrift: VOie es mirGorha ergangen ist. Aber sie enthalten nichts, wasnicht schon bekannt wäre: und sind von dein Verfasser derNachtigall gewiß nicht.
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Hinter der andern Abschrift stehet noch ein Verzeichnmß des Vorraths, welcher auf dem Schlosse Grimmen-stein bey der Einnahme gefunden worden; desgleichen ei»Lied, von D. Ioh. Major. Jenes ist noch viel un-glaublicher, als das ähnliche, welches beym Rudolphrvorkömmt: und man kann leicht ermessen, was man mirdiesem vorgeblichen ungeheuren Vorrathe hat sagen wol-len. Das Lied vonD. Major ist überschrieben, Ir» O. ?ol-Z.e^5erum, und fangt an:
O Nachtigall, du und dcin Gesang
Seit über die Vögel alle:Gott hat dir geben ein hellen Kl-nrg,Zu loben ihn mit Schalle u. s. t?»Allein man würde sich sehr irren, wenn man diese Nach-tigall für die unsrige halten wollte. Es ist eine ganzsndere; und der Abschreiber hatte sie nicht mit m diescS
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